maligne Gliome

Hochmaligne (das heißt hochgradig bösartige) Gliome Grad 3 und 4 sind Tumore des Zentralnervensystems. Sie können im Gehirn und Rückenmark auftreten und gehören zu den soliden Tumoren. Sie entstehen durch die bösartige Veränderung (Entartung) von sog. Gliazellen, den Stützzellen des Nervensystems. Wie die niedrigmalignen Gliome werden sie damit auch als primäre ZNS-Tumore bezeichnet und sind damit von Absiedelungen anderer Erkrankungen (Metastasen) abzugrenzen.

Diagnose malignes Gliom

Maligne Gliome sind Gliome der WHO-Grade 3 und 4. Sie kommen im Kindes- und Jugendalter glücklicherweise nur selten vor. Sie sind besonders bösartig, da sie schnell und ungehemmt wachsen und dabei das umliegende, gesunde Hirngewebe zerstören. Ohne Therapie führen so hochmaligne Gliome innerhalb von wenigen Monaten zum Tode.

Insbesondere die im Hirnstamm liegenden Ponsgliome entziehen sich einer neurochirurgischen Behandlung aufgrund ihrer Lage und sind nur schlecht durch Chemotherapie oder eine Bestrahlungsbehandlung zu therapieren. Dementsprechend ist in diesen Fällen die Therapiefestlegung eine interdisziplinäre Herausforderung, um den kleinen Patienten eine optimale Versorgung und Pflege zukommen zu lassen.

Häufigste maligne Gliomarten

Maligne Gliome, auch hochgradige Gliome, Gliome der WHO-Grade 3 und 4, oder high-grade glioma genannt, kommen in allen Regionen des Zentralnervensystems vor. Im Kindesalter sind jedoch besonders die Hirnstammgliome (Ponsgliome) und Gliome der Großhirnrinde zu finden. Die am häufigsten vorkommenden Arten sind dir Folgenden:

maligne Gliome

Prognose bei malignem Gliom

Die Prognose der Kinder und Jugendlichen mit hochgradigen, malignen Gliomen Grad 3 und 4 ist trotz hochmoderner Diagnostikverfahren und neuartiger Therapieansätze noch immer sehr ungünstig. In der Regel wird die 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit von nur 10% angegeben. Auch hier ist die Zugänglichkeit für eine neurochirurgische Entfernung des Tumors entscheidend: kann der Tumor vollständig entfernt (reseziert) werden, können fast die Hälfte der kleinen Patienten überleben.

Wenn keine neurochirurgische Therapie durchführbar war, ist die Wahrscheinlichkeit 0%. Deshalb unternimmt die Kinderneurochirurgie Salzburg in Kooperation mit der pädiatrischen Neuroonkologie Anstrengungen zur Verbesserung der Überlebenschancen im Rahmen verschiedener Studien. Unter anderem wird hier auch die Sicherheit und der Einsatz von Fluoreszenz-Technik während der Operation (5-ALA, Gliolan) für kindliche Hirntumore überprüft.

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