Grundlagen der Hydrocephalus Therapie

Die Behandlung des Hydrocephalus ist hochkomplex. Es gibt unzählige Ursachen und Ausprägungsformen. Jeder Patient unterscheidet sich durch seine ganz spezifischen Symptome sowie radiologischen und physiologischen Befunde. Von Bildern, Messwerten oder klinischen Befunden allein kann keine gezielte Therapie abgeleitet werden. Notwendig ist vielmehr eine Kombination aus allen vorhandenen diagnostischen Tests, Messmethoden und neuesten bildgebenden Verfahren (MRT und Sonographie).

DIAGNOSE HYDROCEPHALUS

Auch heute noch wird ein Teil der kleinen Patienten nicht behandelt und leidet dann im Erwachsenenalter unter schwersten neurologischen Störungen bis hin zur Pflegebedürftigkeit. Dies zu verhindern ist die Aufgabe des Kinderneurochirurgen. Die Kinderneurochirurgie Salzburg ist deshalb auch wissenschaftlich sehr stark engagiert. Ziel ist es, die Diagnostik noch weiter zu verbessern, um Eltern und Patienten eine optimale Einschätzung der Prognose, der Therapieverfahren und Behandlungsbedürftigkeit geben zu können.

Nur dem pädiatrischen Neurochirurgen steht dabei die gesamte Bandbreite invasiver und nicht-invasiver Diagnostik und Therapie zur Verfügung:

Prinzipiell besteht die Therapie aus zwei grundlegenden Therapiemöglichkeiten, welche gegeneinander abgewogen und ggf. auch miteinander kombiniert werden können: Die Implantation eines sog. Shuntsystems und die endoskopische Versorgung.

Ziele der Therapie

Die Hydrocephalustherapie (Behandlung des Wasserkopfs) ist auf die Beseitigung pathologischer Hirnwasservermehrung im Bereich der Hirnwasserkammern (Ventrikel), aber auch der äußeren Liquorräume (Subarachnoidalraum, Arachnoidalzysten) gerichtet. Ursache ist häufig nicht nur eine Abflussbehinderung des Hirnwassers.  Mangelnder Hirnwasserabbau (Resorptionsstörung), komplexe Störungen der Pulsation des Hirngewebes, der Hirnwasserkammern und der Blutgefäße können auch einen Hydrocephalus auslösen. Hierdurch werden chronische Schäden erzeugt, die häufig erst im Erwachsenenalter bemerkt werden.

Das wichtigste Anliegen des Kinderneurochirurgen ist es, krankhafte Veränderungen früh zu erkennen und erfolgreich zu behandeln, um eine schleichende Erkrankung mit dem Resultat einer dauerhaften Behinderung im späteren Leben zu verhindern. Dabei ist die Kinderneurochirurgie Salzburg besonders in der Forschung involviert, um krankhafte Pulsationsmuster zu erkennen und von Normvarianten zu unterscheiden. Darüber hinaus werden Spätfolgen und Langzeitergebnisse von Hydrocephaluspatienten in den Sprechstunden im Rahmen von Nachbeobachtungsstudien erfasst.

Schleichende Hydrocephalussymptome

Prinzipiell besteht die Behandlung aus zwei grundlegenden Therapiemöglichkeiten, welche gegeneinander abgewogen und ggf. auch miteinander kombiniert werden können: Die Implantation eines sog. Shuntsystems und die endoskopische Versorgung (ETV, innerer Shunt, Ventrikulostomie).

Kinderneurochirurgie Salzburg Sonographie des Kopfes bei Hydrocephalus

Gerade bei komplexen Fällen und schwieriger Indikationsstellung bei milden Formen ist eine genaue Diagnostik, Kenntnis der Pathophysiologie und der Langzeitverläufe notwendig, die nur von hochspezialisierten Kinderneurochirurgen getroffen werden können. Die Kinderneurochirurgie Salzburg steht hierfür mit weltweit führender Expertise zur Verfügung. Informationen und Kontakt unter hydrocephalus@kinderneurochirurgie.at.

Risiken der Behandlung

Die Behandlung des Hydrocephalus bringt viele Risiken mit sich. Vor allem Shuntsysteme haben mehr Komplikationen erfordern häufiger Krankenhausaufenthalte für Ihr Kind. Vor allem Infektionen nach der Implantation, Materialermüdung und Fehlfunktionen des Ventils können zu einem Shuntversagen führen. Bestimmte Ventiltypen haben ein deutlich höheres Risiko für Überdrainagen und Schlitzventrikelsyndrome. Durch das Körperwachstum des Kindes kann es auch zu Abrissen der Katheter oder zum Herauswachsen des Katheters aus der Hirnwasserkammer kommen.

Auch bei der Endoskopie kann es zum Wiederverschluß der Öffnung kommen. Dann versagt die innere Ableitung und es muss eventuell nochmals operiert werden. Teilweise muss dann doch auch auf ein Shuntsystem zur Behandlung gewechselt werden.

Alle diese möglichen Risiken und Komplikationen können zu einem Shuntversagen führen. Ein Shuntversagen sich kann durch Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Doppelbilder oder epileptische Anfälle bemerkbar machen.

Hier ist dann eine sofortige Diagnostik und Behandlung notwendig, um Schäden am Gehirn zu vermeiden.

Die regelmäßigen Kontrollen beim Kinderneurochirurgen sollen helfen, frühzeitig Probleme zu erkennen und das Risiko für Ihr Kind zu minimieren.

Neue Formen der Therapie

In Planung ist die Erprobung neuartiger e-Shuntsysteme, welche nicht mehr durch eine Operation, sondern über das Gefäßsystem in einem speziellen radiologischen Eingriff über die Leiste (Hirnkatheteruntersuchung) eingebracht werden. 

Aufgrund der sehr hohen Expertise der Salzburger Neurochirurgie bei der Behandlung von Hirngefäßerkrankungen werden hier neue Behandlungsmöglichkeiten im Rahmen von Studien untersucht werden.

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